Sonnenaufgang über einer Wiese: Symbol für Befreiung, Frieden und innere Stärke. Du bist gut genug, auch wenn du glaubst, es nicht zu sein von Barbara Hattinger.

Du bist gut genug, auch wenn du glaubst es nicht zu sein

Du bist ständig am Tun: dieses noch, jenes noch und das gehört ja auch noch gemacht. Dabei fragst du dich immer wieder, ob das überhaupt gut genug ist was du gerade machst. Es soll ja perfekt sein. Ein „gut genug“ fühlt sich für dich einfach zu wenig an.

Du willst, dass sich die Menschen in deiner Umgebung wohlfühlen. Deshalb tust du mehr als eigentlich nötig wäre, weil du glaubst, dein Level reicht nicht. Also gibst du noch ein Schäufelchen drauf. Nicht, um zu beeindrucken, sondern um bloß nicht dem Blick der anderen ausgesetzt zu sein, dass etwas nicht passt oder zu wenig ist.

Doch weißt du was? Niemand erwartet von dir, dass du dich ständig verausgabst. Im Gegenteil, den Menschen wäre es viel lieber, dich einfach in deiner Ruhe und Ganzheit zu spüren, anstatt dich abgehetzt zu erleben.

Und wenn du wieder sagst: „Ich hab einfach so viel um die Ohren“, dann ist das deine Entschuldigung dafür, dass du ihnen gerade gar nicht aus deiner Mitte begegnen kannst, obwohl du es dir so sehr wünschst. Und das alles, ironischerweise, wegen ihnen.
Ein Kreislauf, wie ein Hamsterrad, das sich immer weiterdreht solange du nicht bewusst aussteigst.

Warum glaubst du eigentlich, dass das was für dich gut genug ist, also so wie du Dinge machst wenn keiner hinsieht, für andere nicht ausreicht? Vielleicht erzeugt genau das bei anderen sogar Druck. Weil sie einem Standard, den du vorgibst, gar nicht gerecht werden können. Und dieser Standard ist nicht dein natürlicher, sondern ein Aufgesetzter. Einer, von dem du glaubst, dass du ihn bringen musst.

Was wäre, wenn genau das Aussteigen aus diesem Hamsterrad deine Befreiung ist und gleichzeitig auch die deines Umfelds? Denn die Erwartungen, unter denen du leidest, hast du dir im Grunde selbst auferlegt. Du glaubst nur, dass andere sie an dich stellen. Aber weißt du es wirklich?

Und selbst wenn es so wäre, ist es nicht viel wichtiger, dass du dir selbst treu bleibst? Dass du dein Leben so gestaltest, wie es sich für dich richtig und leicht anfühlt?

Wie viel Druck würde von dir abfallen, wenn du dir endlich erlaubst, dieses auferlegte „Mehr“ loszulassen? Wie viel mehr Luft, Freude und Lebendigkeit würde dadurch in dein Leben kommen?

Das ist wahre Befreiung. Und sie beginnt genau da, wo du erkennst: Du bist gut genug, genau so wie du bist.